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Lebensgeschichte in Bildern
Damian De Veuster. Seine Zeitgenossen hielten ihn entweder für einen Verrückten oder für einen Heiligen.
Mahatma Gandhi sagt: „Die Welt der Presse und der Politik kennt nur wenige Helden, die mit Pater Damian vergleichbar sind. Es lohnt sich, nach der Quelle zu suchen, aus der soviel Heldenmut kommt.“
Josef de Veuster wurde als Sohn eines Bauern am 3. Januar 1840 in Tremeloo, einem kleinen Dorf in Flandern geboren.
Statt den elterlichen Hof zu übernehmen, wollte Josef Missionar werden. Wie sein Bruder trat er in Leuven in die Ordensgemeinschaft von den Heiligsten Herzen ein, in Deutschland bekannt als Arnsteiner Patres.
In dieser Kirche legte er 1860 seine Gelübde ab und erhält den Ordensnamen „Damian“. Dabei breitete man der Tradition entsprechend ein Leichentuch über dem Ordensmann aus, um deutlich zu machen: Er stirbt für die Welt, um für Christus zu leben.
Noch vor Abschluss seiner Studien bot er sich an, für den erkrankten Bruder in die Mission nach Hawaii zu reisen. Kurz vor der Abreise lässt er sich in der Pose des Missionars photographieren.
Nach 150 Tagen auf See kam er in Honolulu an. Dort wurde er 1864 zum Priester geweiht.
Er arbeitet als Seelsorger auf der Hauptinsel Hawaii, bis eines Tages der Bischof in einer Priesterversammlung fragt, wer als Priester zu den Leprakranken gehen will.
Zu dieser Zeit grassierte die ansteckende Hansensche Krankheit besonders stark unter den Einheimischen. Sie führte zu Ausschlag und Verkrüpplungen. Lepra war damals unheilbar und tödlich.
Die Leprakranken wurden aus Angst vor Ansteckung auf die Insel Molokai gebracht.
Diese hat im Norden eine Landzunge, auf der die Aussätzigen wie Müll abgeladen werden.
Hier leben sie wie in einem Gefängnis. Im Norden ist es vom Meer abgegrenzt.
Im Süden erhebt sich eine steile Felswand, die kein Kranker erklimmen kann.
Pater Damian meldet sich als Freiwilliger. Am 10. Mai 1873 kommt er auf Molokai an. Er scheut sich nicht, die Aussätzigen zu berühren, in ihre Hütten zu gehen und mit ihnen zu essen.
Er beginnt, die Wunden der Kranken zu versorgen und die Toten zu begraben. Er baut neue Häuser, legt Äcker und Gärten an, errichtet eine Wasserleitung, sorgt für Kleidung und Medikamente.
Er baut eine Kirche und feiert Gottesdienste.
Mit der Hilfe von Spenden errichtet er ein Waisenhaus und gründet ein Orchester für die Kinder. Auf Molokai entsteht eine Gemeinschaft. Die Menschen, die niemand mehr sehen wollte, werden sich ihrer Würde bewusst und lassen sich photographieren.
1884 stellt Damian fest, das er auch er an Aussatz erkrankt ist.
Was er immer in Kauf genommen hatte, tritt nun ein. Das geheime Gift greift seinen Körper an, wie er schreibt.
„Wir Aussätzige“: So hatte er seine Predigten von Anfang an begonnen. Jetzt ist er einer von ihnen.
„Unter meinen Kranken spiele ich jetzt auch den Kranken. Ich versuche, mein Kreuz mit Freuden zu tragen wie unser Herr Jesus Christus“, schreibt er 1885 an seine Mutter und seine Geschwister.
An seinen Bischof schreibt er im selben Jahr: „Die Erinnerung daran, dass ich vor 25 Jahren am Tag meiner Ordensgelübde unter dem Leichentuch lag, hat mir geholfen, dieser schrecklichen Krankheit ins Gesicht zu sehen.“
„Je mehr die Krankheit voranschreitet, fühle ich mich zufrieden und glücklich.“
Am Montag der Karwoche, am 15. April 1889 starb Damian De Veuster im Alter von 49 Jahren. Kurz vor seinem Tod entsteht dieses Bild.
Damian wird neben seiner Kirche auf dem Friedhof beerdigt.
Der „Martyrer der Nächstenliebe“ wird 1936 nach Belgien überführt und in der Klosterkirche zu Leuven bestattet.
„Mein größtes Glück ist, dem Herrn in seinen armen, kranken Kindern zu dienen, die von den anderen Menschen verstoßen werden.“

DANKSAGUNG

Peter Zaloudek hat Jahre seines Lebens mit der Recherche nach Bildmaterial über das Leben und Wirken P. Damian verbracht. Reisen auf P. Damians Spuren und Begegnungen mit Menschen, die P. Damian noch persönlich gekannt hatten, bescherten ihm ein umfangreiches Fotoarchiv. Die daraus entstandene Tondiaschau über Pater Damian zeigte er mehr als 120 Mal in verschiedenen Ländern. Einige der Fotos, die hier präsentiert werden, verdanken wir Peter Zaloudek. Wir danken ihm herzlich für die Unterstützung!

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