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Februar 2014

Abschied von Lahnstein

Umzüge sind Handarbeit und Kraftakte

Wer das Haus Damian im Dezember des letzten Jahres betrat, bekam bereits einen Vorahnung dessen, was kommen sollte. Es wurde eng. Kisten und Kartons stapelten sich überall, und wuchsen in die Höhe. Schulterhoch stapelten sie sich in den Gängen und erinnerten mehr an eine antike Zyklopenmauer als an ein modernes Klostergebäude. Vieles musste verpackt werden. Allein das Finanz- und Ordensarchiv umfassten ca. 20 Schränke. Ein Schrank füllt 7 Umzugskartons. Dazu kamen die privaten Dinge der Mitbrüder und der Hausrat. Immerhin musst ja über das Schicksal einer jeden Untertasse entschieden werden.

 

Am Sonntag dem 26. feierten die Bewohner des Hauses des Hauses Damian die letzte Messe in der Kapelle, das anschließende Mittagessen ließen wir uns in Styroporbehältern aus Stadt bringen, denn Töpfe und Teller waren bereits eingepackt. Aufbruchsstimmung wie beim Passhamahl in Ägypten.

3 Tage waren nötig, um alles zu verladenVon den Schränken in die Umzugkartons und wieder zurück In Werne wartet alles darauf, seinen Platz zu finden Umzüge sind Handarbeit Die Heiligen in der Warteschlange Am 27 . Januar rollten die Möbelwagen der Fa. Frye vor. Ein Lastenaufzug wurde angesetzt und 8 starke Männer begannen mit dem Aufladen. In zwei Tagen füllten wir drei Lastwagen und zwei Hänger. Es gab einige Sonderprobleme: der Damianaltar, die vielen Bilder und Kunstwerke, die Statue von P. Damian und als letztes Rasenmäher und Gartenfräse von Br. Josef. Für sie und andere Dinge war kein Platz und eine neue Fahrt für den 5 Februar wurde vorbereitet. Am Dienstag rollte die Kolonne nach Norden, Br. Josef und ich folgten im PKW, auch dieser vollgepackt bis unters Dach. Donnerstag und Freitag vergingen dann mit dem Aufbauen der Möbel in Werne, ein Fahrzeug fuhr weiter nach Münster. Man muss sagen, dass fast alle Möbel aus Lahnstein in den Kommunitäten verblieben sind. Der größte Anteil wurde zur Möblierung des Provinzialates gebraucht, der Rest auf Münster, Koblenz und Arnstein verteilt.

 

Predigt des Provinzials zum Abschied von LahnsteinAm 2. Februar fand die offizielle Abschiedsfeier in Lahnstein statt. Die Johanniskirche war zur Abendmesse überfüllt. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor St. Barbara, der Provinzial hielt die Predigt und Pfarrer Armin Sturm dankte nach der Messe der Gemeinschaft für die vielfältigen Dienste in Lahnstein. Das Abschiedsgeschenk der Pfarrei war eine Bronzerelief Johannes des Täufers und 5 Exemplare des neuesten Buches über die Johanniskirche, die inzwischen ihren Weg in die Kommunitäten gefunden haben. Nach der Messe gingen alle zum Friedhof, wo wir der Brüder gedachten, die hier in Lahnstein gearbeitet und ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Gegen 19.30 erreichten die Gäste und Mitbrüder das Gemeindehaus St. Barbara. Der Tisch war gedeckt mit Getränken und Gebäck, alles eine Spende der Pfarrei, die uns auf diese Weise für unseren Einsatz danken wollten. Ute Wagner eröffnete als Vorsitzende des Pfarrgemeinderates die Rednerliste und versprach, die Arbeit weiterzuführen. Christoph Caspari erwähnte in seiner Rede, dass die Arnsteiner Partes vielen Menschen die Möglichkeit gegeben haben, außergewöhnliche, Glaubenserfahrungen zu sammeln. Clemens Klaedke erzählte fesselnd, wie die Patres sein Leben prägten, als Schüler am „Johnny“ (=Johannesgymnasium) und jetzt als Familienvater, denn seine Frau lernte er bei der Arnsteiner Jugendwallfahrt kennen und die Kinder sind auch wieder auf dem Johnny. Schulleiter Rudolf Loch sagte: „Die Arnsteiner Patres haben an unserer Schule Unvergleichliches geleistet, Der Geist, der am Johnny herrscht, die Tatsache, dass sich die Schüler sehr stark mit der Schule identifizieren, diesen Geist haben die Patres geprägt“.

 

Es war ein wehmütiger und doch auch froher Abend. Viele Mitbrüder waren anwesend, und da fast jeder seine „Fahrzeit“ in Lahnstein hatte, gab es viele Erinnerungen und Begegnungen.

 

Am 4. Februar rollte wiederum ein Möbelwagen aus Westfalen heran und nahm die letzten Möbel und Geräte auf. Zum Schluss liegend und in Isolierwolle eingepackt der heilige P. Damian. Er soll wie einst in Lahnstein die Pforte des Provinzialates in Werne bewachen. „Werne ist jetzt Provinzialat“ schrieb am folgenden Tag die lokale Zeitung. So weit war es aber noch nicht. Knapp 400 Umzugkartons wollten entleert werden und zwar so, dass man die Dinge noch findet. Dazu kam der Kampf mit den Tücken, die ein Umzug so mit sich bringt: wo ist der Schlüssel, wo ist Karton mit Schuhen, warum wackelt das Regal. Wo ist das Kabel zum Drucker? Aber nach einer Woche sehen wir jetzt doch Land. Den Umzug hätten wir nicht bewältigt ohne den fantastischen Einsatz von Margret Mayer, Erni Lelle und Br. Josef Huke. Sie verdienen ein ganz großes Danke-schön.



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