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Mai 2017

Die Provinziäle Europas treffen sich in Polen

Die Provinzäle und Ökonome der Provinzen Europa und Afrika vor dem Heiligtum der göttlichen Barmherzigkeit in Krakau (Polen)

Die Provinzäle und Ökonome der Provinzen Europa und Afrika vor dem Heiligtum der göttlichen Barmherzigkeit in Krakau (Polen)

Arbeitssitzung der Provinzäle

Arbeitssitzung der Provinzäle

Unsere Ordensgemeinschaft ist in Deutschland unter dem Namen Arnsteiner Patres bekannt. Der Name legt die Vermutung nahe, der Orden sei in Kloster Arnstein entstanden und hauptsächlich auf Deutschland beschränkt. Die Wirklichkeit ist anders. Unsere Orden wurde vor über 200 Jahren in Frankreich gegründet und verbreitete sich von dort in Europa, dem pazifischen Ozean und in Amerika. Später kamen Gründungen in Asien und Afrika hinzu.


Wir sind also Teil einer internationalen Gemeinschaft und zählen allein in Europa 7 Provinzen, die sich an Landesgrenzen oder gemeinsamen Sprachen orientieren. In Europa ist es üblich, dass sich Provinziäle dieser Provinzen einmal im Jahr treffen.


Unsere Stifter haben der Kongregation den Auftrag gegeben, „die Liebe Christi zu betrachten, zu verkünden und zu leben“. Ganz gleich wo unsere Ordensschwestern und Ordensbrüder in der Welt arbeiten, stehen wir unter dieser Verpflichtung. Ein solches Ziel erreicht man nur durch eine gemeinsame geistliche und organisatorische Leitung. Oberste Instanz ist die Generalleitung in Rom, Europa bildet mit Afrika eine eigene Gruppe. Die Provinz Afrika gehört zu Europa, weil sie von europäischen Brüdern und Schwestern, die in Afrika arbeiteten, gegründet wurde. Neben den einheimischen Brüder gibt es dort auch heute noch Brüder aus Polen und Spanien. In Mosambik arbeitet die aus Münster stammende Schwester Elisabeth Drolshagen.


Das ehemalige deutsche Kloster der Gemeinschaft ist heute ein Wallfahrtsort und ExerzitienhausStolz zeigen die polnischen Mitbrüder uns die Schätze ihrer Heimat. Hier die Wallfahrtskirche von Stary Wielislaw (deutsch Altwilmsdorf). Unsere polnischen Mitbrüder leiten heute die PfarreiIn diesem Jahr fand das Treffen der Provinziäle in Polonica Zdroj statt. Das Haus liegt in der Grafschaft Glatz in Polen, wurde 1927 von der deutschen Ordensprovinz gegründet und nach dem Kriege von unseren polnischen Mitbrüdern übernommen. Zunächst ging es um geistliche Themen. Vor 200 Jahren wurde unsere Ordensgemeinschaft vom Papst anerkannt und Jubiläen sind  immer Anlässe, nachzudenken. Das Gedenkjahr stellt uns die Frage, wie  wir unserem geistlichem Erbe treu bleiben können und dennoch offen bleiben für die Herausforderung unserer Zeit. Jede Provinz berichtete, wie sie die Anregungen der Generalleitung angenommen umgesetzt hat. Ein zweites Problem ist mehr praktischer Art. Die Provinz Afrika gehört zum Kreis der europäischen Provinzen. Hier arbeiten einheimische und europäische Brüder unserer Gemeinschaft. Zur Provinz gehören die Staaten Demokratische Republik Kongo und Mosambik. Beide Länder zählen zu den ärmsten Regionen der Welt. Die Provinz Afrika hat keine Möglichkeit, die Ausbildung ihres Ordensnachwuchses selbst zu finanzieren und ist von der Hilfe der europäischen Provinzen abhängig. Die Frage, wie die Ausbildungskosten auf die einzelnen Provinzen umgelegt werden können, war ein Thema der Sitzungen.


Die Grenzen zwischen den Provinzen sind recht durchlässig. Es gibt Zusammenarbeitsprojekte wie das Projekt „Damian heute“ in dem Belgier und Niederländer zusammenarbeiten oder die deutsch-norwegische Kommunität in Stabekk. Viele Mitbrüder arbeiten bei anderen Provinzen mit und das ergibt immer auch die Notwendigkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Viele Frage werden dann auch nicht im großen Kreis, sondern in kleinen Grüppchen angesprochen.


Bei solchen Treffen kommen auch die gemeinsamen Sorgen zur Sprache. Es gibt viel zu wenig Ordensnachwuchs, die Provinzen schrumpfen und gleichzeitig steigt die Zahl alter und pflegebedürftiger Mitbrüder kräftig an. Überall in Europa werden Häuser geschlossen.


Ein Hoffnungsschimmer zeigt sich aber auch: Im Augenblick gib es in Europa wieder 6 Novizen. Das ist zwar nicht viel, aber es gab auch Zeiten, wo Europa keinen einzigen Novizen hatte.
Das Treffen verlief in einem guten Geist und die Gastfreundschaft der polnischen Mitbrüder war nicht zu überbieten. Im nächsten Jahr werden wir uns in Werne wiedersehen.



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