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Januar 2006

Seligsprechung von Pater Eustachius offiziell



Am 15. Juni 2006 findet die Feier in Belo Horizonte statt.

Der Vatikan hat am 26. Januar 2006 bekanntgegeben, dass die Seligsprechung von Pater Eustachius van Lieshout am Fronleichnamsfest, 15. Juni 2006 in Belo Horizonte stattfinden soll.

1955 wurde der kirchliche Prozeß der Seligsprechung begonnen, 2003 erhielt Pater Eustachius durch Papst Johannes Paul II den Titel „Ehrwürdiger Diener Gottes“. Ende des Jahres 2005 war der Prozeß abgeschlossen.

Mit der Ordensgemeinschaft von den Heiligsten Herzen freut sich auch die ganze brasilianische Kirche über die Seligsprechnung, denn der gebürtige Holländer Pater Eustachius wurde schon zu Lebzeiten und auch nach seinem Tod im Volk sehr verehrt. Er hat die Menschen auf außergewöhnliche Weise angezogen und begeistert.

 

Sein Leben in Stichworten:

P. Eustachius wurde als Huub van Lieshout am 3. November 1890 in Aarle-Rixtel (bei Eindhoven) in eine gut katholische Familie von elf Kindern geboren. Drei Mädchen gingen ins Kloster, Huub wollte schon in jungen Jahren Missionar werden wie sein großes Vorbild, der Aussätzigenapostel Damian Deveuster. Deshalb trat er auch in die Ordensgemeinschaft Pater Damians ein. 1915 legte er mit dem Ordensnamen Eustachius in der Kongregation von den Heiligsten Herzen (in Deutschland Arnsteiner Patres) die Gelübde ab und wurde 1919 zum Priester geweiht. Fünf Jahre lang war er in Holland Seelsorger von belgischen Arbeitern und in einer Pfarrei.

1925 wurde Pater Eustachius mit zwei anderen Mitbrüdern nach Brasilien geschickt, wo seine Ordensgemeinschaft im Nordosten ein neues Seelsorgegebiet eröffnete. Seine erste Stelle war Agua Suja, eine kleine abgelegene Landpfarrei mit einem Marienheiligtum, zu dem jedes Jahr im August Tausende von Pilger kamen.

Ab 1934 war er Pfarrer in Poá, nahe São Paulo, und wurde als „Wunderheiler“ bekannt, der durch Gebet und Segnungen Kranke körperlich heilte und vielen anderen seelischen Trost gab. Schließlich kamen jeden Tag Tausende von Menschen, nur um ihn einmal zu sehen und zu treffen. Wenn er predigte, war jede Kirche zu klein. Der Andrang der Hilfesuchenden wurde am Ende so groß, daß der Bischof 1941 Pater Eustachius bat, für einige Zeit unterzutauchen.

Ab 1942 war er an verschiedenen Orten tätig und kam schließlich nach Belo Horizonte, im Staat Minas Gerais, wo er eine neue Pfarrei gründen und eine Kirche bauen sollte. Auch hierher kamen wieder Tausende, um den „Wundertäter von Poá“ zu treffen und ein gutes Wort von ihm zu hören. Zu seinen täglichen Aufgaben gehörten auch die Besuche der Kranken. Bei einem solchen Gang wurde er durch einen Insektenstich mit einem tödlichen Virus angesteckt. Er starb am 30. August 1943 in Belo Horizonte.

Sein Begräbnis wurde zu einem Triumphzug, und auch nach seinem Tod kamen die Menschen zu ihm und besuchten sein Grab, zunächst auf dem Friedhof, ab 1948 in der Kirche, die heute seinen Namen trägt. Seine Bekanntheit ging schon bald in Verehrung über.

Wenn man heraus zu finden versucht, warum Padre Eustáquio so viele Menschen angezogen hat und auch heute noch anzieht, so dürfte der Grund sein: daß er durch sein Wort und sein Tun ein überzeugender Verkünder der Guten Botschaft war, daß er Gottes Liebe ein Gesicht gegeben hat, so wie es seine Ordensgemeinschaft sich in ihrer Regel zum Ziel gesetzt hat: „die in Jesus fleischgewordene Liebe Gottes zu betrachten, zu leben und der Welt zu verkünden.“



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