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Matthias Blöser

Wie stehst Du dazu, dass Papst Franziskus sich auf diese Weise in die gesellschaftliche und politische Auseinandersetzungen einbringt und dabei klare Positionen bezieht, sowie persönliche wie politische Konsequenzen fordert?

Ich finde es gut, dass der Papst klar Position bezieht, ähnlich wie zuvor in seiner Kritik am Waffenhandel und an globaler Ungerechtigkeit. So kann er KatholikInnen Orientierung geben und darüber hinaus in die breitere kirchliche und allgemeine Öffentlichkeit wirken. Jede Stimme für umfassende und konkrete Schritte zum Erhalt der Schöpfung ist wertvoll, wenn wir unsere Erde angesichts der Klimakrise erhalten wollen. Ich sehe wie Franziskus eine große Schuld der Industriestaaten, sowohl für den Abbau von Emissionen, aber auch für die Bewältigung der Folgen des Klimawandels für die betroffenen Weltregionen und Menschen. Die Konsequenzen müssen wir für unsere individuelle, aber vor allem kollektive Lebensweise ziehen, um den ökologischen persönlichen und gesellschaftlichen Fußabdruck in den Industriestaaten drastisch zu verkleinern.

Haben diese Enzyklika und ihre Handlungsaufforderungen irgendwelche Auswirkungen auf Dein persönliches Verhalten oder Dein gesellschaftliches oder politisches Engagement?

Die Enzyklika könnte mein Engagement gegen den Klimawandel zukünftig noch stärker in mein Bewusstsein und den Mittelpunkt meines politischen und alltäglichen Handels rücken. Dass der Kampf gegen den Klimawandel eine zentrale Aufgabe unserer Zeit ist, war mir schon vorher klar, aber eine Verdeutlichung und Bestärkung ist hilfreich angesichts der Dinglichkeit die Schöpfung zu erhalten.

Matthias Blöser
Friedensarbeiter bei pax christi im Bistum Limburg, Frankfurt
Matthias Blöser