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Wolfgang Feiler

Wie stehst Du dazu, dass Papst Franziskus sich auf diese Weise in die gesellschaftliche und politische Auseinandersetzungen einbringt und dabei klare Positionen bezieht, sowie persönliche wie politische Konsequenzen fordert?

Ich finde es sehr gut, wenn der Papst, und durch ihn die Kirche, in einer solchen Weise die aktuellen Probleme in Welt und Gesellschaft anspricht. Er tut das, was meines Erachtens ein wichtiger Auftrag von Kirche ist: Die Werte klar zu benennen, die für unser Zusammenleben von fundamentaler Bedeutung sind - Frieden, sorgsamer Umgang mit der Natur, Schutz und Sicherheit für Menschen, verantwortungsbewusstes Wirtschaften, Solidarität und Sorge für „gutes Leben für alle“. Ursachen für Fehlentwicklungen aufzuzeigen und Hinweise auf Lösungswege zu geben. Dabei finde ich es gut, dass die päpstlichen Ausführungen sowohl die individuelle, als auch die gesamtgesellschaftliche Verantwortung ansprechen und einfordern.

Haben diese Enzyklika und ihre Handlungsaufforderungen irgendwelche Auswirkungen auf Dein persönliches Verhalten oder Dein gesellschaftliches oder politisches Engagement?

Zunächst einmal freut es mich, so klare Worte zu lesen und ich fühle mich bestärkt, in meinem Bemühen zur Verbesserung des sozialen und friedlichen Umgangs der Menschen miteinander beizutragen. Inwieweit ich mein persönliches Verhalten, z.B. durch Änderung der Gewohnheiten, mehr Konsumverzicht, etc. verändern kann, kann ich jetzt noch nicht umfassend beurteilen. Die Absicht und das Bemühen sind in jedem Fall vorhanden. Mein gesellschaftliches und politisches Engagement kann diese Enzyklika sehr positiv unterstützen. Sie ist eine ausgezeichnete Argumentationsgrundlage und hilft mit Sicherheit auch in den kommenden Diskussionen und Aktivitäten.

Wolfgang Feiler
Sozialpädagoge, ehemaliger Leiter des Walter-Adlhoch-Hauses in Limburg, Niederbrechen
Wolfgang Feiler