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Bischofsweihe in Papeete (Französisch Polynesien)

Bischofsweihe in Papeete (Französisch Polynesien)

Am 18. Februar 2017 wurde Pater Jean Pierre Cottanceau, französischer Mitbruder unserer Ordensgemeinschaft, zum Bischof der Erzdiözese Papeete geweiht.


Pater Jean-Pierre Cottanceau SSCC
wurde 1953 in Frankreich geboren und 1980 zum Priester geweiht. Im Jahre 1998 reiste er nach Tahiti, wo er als Professor für die Heilige Schrift am Priesterseminar und als Pfarrer arbeitete. Von 2010 – 2015 war Pater Cottanceau im internationalen Ausbildungshaus unserer Kongregation in Manila (Philippinen) tätig. 2015 wurde er zunächst Apostolischer Administrator von Papeete und am 15. Dezember 2016 ernannte ihn Papst Franziskus zum Erzbischof von Papeete.


In den anderthalb Jahren, in denen Jean Pierre Cottanceau SSCC Apostolischer Administrator der Erzdiözese Papeete war, begann man nach und nach zu zweifeln, ob man jemals die Ernennung eines Bischofs erleben würde. In der Tat war das Bistum fast 6 Jahre lang ohne Bischof, und drei apostolische Administratoren hatten einander abgelöst. Aber der 18. Februar schuf neue Fakten. Um 9.30 waren mehr als 1000 Chorsänger aus verschiedenen Pfarreien erschienen, um den Gottesdienst mitzugestalten an dem noch weitere 1500 Gottesdienstbesucher teilnahmen.


Die Kirche  Maria No Te Nau (sie ist nicht die Kathedrale) nahe am Sitz des Erzbischofs war zu klein und musste um zwei Vorzelte erweitert werden. Sieben Bischöfe waren zur Weihe erschienen. Der konsekrierende Bischof war Erzbischof Michel Calvet von Noumea  (Neu Kaledonien), seine Assistenten der emeritierte Erzbischof von Papeete, Hubert Coppenrath, und Bischof  Pascal Chang Soi sscc, Bishop von Taiohae auf den Marquesas.


Die Feierlichkeiten begannen am Abend des 17. Februar mit einer Vigil (Nachtwache) und einer Anbetung in der Kathedrale, die bis Mitternacht andauerte. Am nächsten Morgen um 8.30 Uhr betete Jean-Pierre Cottanceau zunächst öffentlich das Glaubensbekenntnis in der Kapelle der Chinesischen Katholischen Gemeinde, die nahe am Ort der Weihe lag. Dann zog er in einer von kräftigem Regen begleiteten Prozession mit den Diakonen, Priestern und Bischöfen nach Maria No Te Nau. Die Weihe begann um 9.00 Uhr mit dem Gesang: "Über alle Grenzen kreuzt das Evangelium unsere Pfade." Die Weiheliturgie war temperamentvoll und emotional. Der Generalvikar der Diözese und der Regionalsuperior der Ordensgemeinschaft stellten Jean Pierre dem Erzbischof Calvet vor und baten um die Weihe. Nach der Weiheliturgie übernahm dann der neue Erzbischof die Leitung der Eucharistiefeier.


Eduard Fritch, der Präsident von Französisch Polynesien, der französische Hochkommissar und die französische Ministerin für die überseeischen Gebiete, Ericka Bareigts, nahmen neben anderen Offiziellen und Vertretern anderer Glaubensgemeinschaften an dem außergewöhnlichen Ereignis teil. „Es war eine Stunde der Freude“, bekannte die Ministerin gut gelaunt am Ende der Feier. Die Ordensfamilie der Heiligsten Herzen (in Deutschland „Arnsteiner Patres“), die seit 1834 in Französisch Polynesien arbeitet, war gut vertreten. Zugegen war auch der französische Provinzial Christian Malrieu. Nach den Dankesworten des neuen Erzbischofs wurden alle zu einem Cocktail in die nahe gelegene katholische Schule eingeladen. Wiederum begleitete sie ein tropischer Regen. Der Tag endete mit der Rückkehr nach Maria No Te Hau wo dem neuen Bischof nach örtlicher Tradition Geschenke überreicht wurden. Am Sonntag, den 19. März  nimmt der Bischof dann die Kathedrale von Papeete in Besitz. Sein Wahlspruch lautet: “Verkündet das Wort Gottes den fernen Inseln” (Jer 31,10).


Papeete ist flächenmäßig eine der größten Diözesen der Welt. Zum Bistum gehören  eine Vielzahl von Inseln, die sich in den Weiten des Pazifiks verlieren. Auf den Inseln wohnen 276 000 Einwohner, von den 105 000 Katholiken sind. 30 Priester, 50 Diakone, 35 Ordensmänner und 20 Ordensschwestern unterstützen den Erzbischof in seiner Arbeit.


Französisch Polynesien ist das erste und älteste Missionsgebiet unseres Ordens. Schon zu Lebzeiten unseres Stifters zogen die ersten Missionare dorthin. 1834 erreichten die Missionare von den Heiligsten Herzen die Gambier-Inseln, 1836 Tahiti und 1838 die Marquesas-Inseln.

 

 

     

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