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Fastnachtspredigt

Fastnachtspredigt

Unser Papst – Franziskus

(...)

Ein Blick in Geschichte kann den Horizont weiten!

Gerade in den dunkelsten Zeiten

Gibt es sie: echte Lichtgestalten,

die die Welt im Lot gehalten.

Wie auch immer eins ist klar: In ihrem Leben

Hat Gott der Welt viel Gutes uns gegeben.

Und, Gott, ein Gutes, das du uns heute gabst

Ist Franziskus – unser Papst.

 

Jorge Mario Bergoglio geboren am Ende der Welt

wurde 2013 in Rom zum Papst gewählt.

Von da an, das weiß fast jedes Kind

in Rom weht wirklich ein anderer Wind.

Seitdem erfüllt im Peters Dom die Feiern

kein Hauch mehr von Provinz aus Bayern.

 

Die Wahrheit wird nicht mehr versteckt

und vielen entsprechend bitter schmeckt.

In Kirche vor allem, wenn sie jenem gilt,

der gern in Roben und Titel sich hüllt.

Wie wahr wie wahr: ein Gutes, Gott, das du uns gabst

 ist … Franziskus - unser Papst.

 

Jesu Botschaft ist des Papstes Leben.

Klar: Da muss es andere Sichtweisen geben.

Denn bescheiden ging Jesus durch das Land,

hat ohne Furcht vor Mächtigen bekannt:

Das Heil liegt nicht in den ersten Plätzen

nicht in Kleidung nicht in Schätzen.

Ihr sollt euch nicht mit roten Schuhen, Hüten, Orden schmücken.

Es lohnt sich, tiefer sich nach unten zu bücken.

Nicht erhaben weit weg über allem stehen

mit Demut beherzt  an die Ränder gehen.

 

Kirchenfürsten, die möchte Franziskus nicht mehr sehn

als Superprominenz, als Creme de la Creme,

die vorfährt in den schwersten Schlitten,

weil Wirtschaftsbosse die Kosten bestritten.

Ein goldnes Kreuz auf farbigen Talaren,

die vormals des Kaisers Kleider waren.

Die besten Plätze reserviert,

damit nur ja man nichts riskiert.

Bei all den vielen Ehrengästen

nicht immer weiß sind Ihre Westen.

Viel Ehre bringt hier violett und rot

nicht wie bei Jesus - Hohn und Spott.

 

Ich meine, des Papstes schlichtes Leben

sollt den Größen da Oben ein Beispiel geben.

Denn als sich Jesu Jünger streiten,

wer der Größte sei in ihren Zeiten,

wer den ersten Platz im Himmel kriegt,

beim Essen  an Jesu Seite liegt,

nimmt Jesus ein Kind in ihre Reih´n.

Der wird der Größte im Himmel sein,

der werden kann wie so ein Kind…

vertrauensvoll, einfach, offen, menschlich gesinnt.

Ja, Gott, ein Gutes, das der Welt du gabst,

ist wirklich Franziskus – unser Papst.

 

2000 Jahre war davon nicht viel zu merken.

Macht, Reichtum und Einfluss galten als Stärken,

Privilegien in Rom allerorten.

Es ist kaum zu glauben, wie viele Sorten.

Ein Popanz wurde aufgebaut,

vor dem selbst Kirchentreuem graut.

Gottes Wort dann nicht mehr zählt,

wo der Mensch sich selbst zum Gott erklärt.

Durch Staatsverträge, Konkordat

sichert Kirche sich alles ab.

 

Botschaften, Nuntius, Schweizer Garde,

mit buntem Rock und Hellebarde,

In Hinterzimmer Konferenzen,

Glaubensprüfung samt Konsequenzen,

Gesetzbuch- und Exkommunikation

scheinen sicherer Schutz für Religion.

Doch von Vielem, was mir Sorge macht,

sind Beispiele nun genug gebracht.

2000 Jahre – das Eigentliche verlernt,

sind wir meilenweit von Jesus entfernt?

Jesus wollte, dass die Menschen glücklich seien.

Dieses Glück kann nicht „oben“ und auch nicht „unten“ verleihen.

Papst Franziskus lebt uns all-täglich vor,

erreicht unser Herz damit, nicht nur das Ohr:

Lasst Dinge, die oberflächlich, völlig überflüssig sind.

Nur die Liebe lässt uns leben – das weiß jedes Kind.

 

Jesu Botschaft der Liebe: Neuer Wein in neuen Schläuchen

räumte immer schon auf mit falschen Bräuchen.

Ja, ein Gutes Gott, das der Welt du gabst,

ist so Franziskus – unser Papst.

Es wäre wahrhaft eine Zier ,

der Welt, der Kirche und auch mir,

wenn auch uns all das all erregt,

was diesen Papst so tief bewegt.

Wenn seine Sorgen, meine Sorgen,

gestern heute und auch morgen.

Schenkt Papst Franziskus uns ein Motto:

viel mehr wert als nur sechs Richtige im Lotto.

Denn jedem Christen macht er klar,

was Christsein ist, sein wird und war.

Papst zu werden – das ist schwer,

Papst zu sein ist´s noch viel mehr.

„Wir sind Papst“ titelt BILD einst sehr verwegen.

Bei dem Heutigen spricht nichts dagegen.

Er ist für jedermann ein Segen,

der sucht wie er nach Jesu Wegen.

Ja Gott, ein Gutes, was der Welt du gabst,

Ist Franziskus unser Papst.

So bleibt mir hier nur eins zu sagen,

wie vorher auch in all den Jahren:

Denkt nie zu klein - von Gottes großem Erbarmen.

Helau, Alaaf, Halleluja – Amen

Fastnacht 2018

Wie in jedem Jahr gibt es hier Auszüge aus der gereimten Fastnachtspredigt von Pater Hans-Ulrich Willms SSCC