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Gründung & Geschichte

Name und Auftrag

In Deutschland heißen wir "Arnsteiner Patres" nach dem bekannten Kloster Arnstein bei Nassau an der Lahn. Der vollständige Titel ist "Ordensgemeinschaft von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariens und der ewigen Anbetung des Allerheiligsten Altarsakramentes", das offizielle Kürzel SSCC (nach sacrorum cordium = den Heiligsten Herzen). Eingeweihte nennen uns auch "Picpus" nach der Straße des ehemaligen Mutterhauses in Paris.

Wir sind ein katholischer Orden von Männern und Frauen, der Gebet und Gemeinschaftsleben mit einer apostolischen Tätigkeit verbindet. Unser Leitwort: "Die Liebe Gottes betrachten, leben und verkünden". Die meisten Mitgliedern arbeiten in der Pfarrseelsorge, in der schulischen Erziehung und in der Seelsorge mit alten, kranken oder behinderten Menschen. 

Die Gründung

Gegründet wurde der Orden in Poitiers (Frankreich) im Jahre 1800 durch Marie Joseph Coudrin und Henriette Aymer de la Chevalerie. Von Anfang an hatte die Gemeinschaft einen Frauenzweig, einen Männerzweig und einen Weltlichen Zweig, in dem sich Laien zusammengeschlossen haben, um das Wirken der Ordensleute zu unterstützen und im Geist des Ordens zu leben.

Erste Aufgaben

Die Zielsetzung der Gründer war es, die durch die Französische Revolution (ab 1789) zum größten Teil zerstörte französische Kirche wieder aufzubauen und zugleich an der Aufgabe der Auslandsmission mitzuwirken. Die junge Gemeinschaft begann ihren Einsatz dort, wo die Not am größten war: Die Ordensmitglieder errichteten Schulen für arme Kinder, arbeiteten in der Priesterausbildung und veranstalteten Volksmissionen. Schon früh suchten sie auch Aufgaben in außereuropäischen Gebieten. Die ersten katholischen Missionare in der Südsee (ab 1827 in Hawaii und Tahiti) kamen aus der Ordensgemeinschaft von den Heiligsten Herzen.

Das bekannteste Mitglied ist der Hl. Damian De Veuster (1840-1889), der nach Hawaii ging und 16 Jahre lang den Aussätzigen auf der Insel Molokai diente, bis er selber am Aussatz starb. Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte die Gemeinschaft ein starkes Wachstum. Von Frankreich aus wurden Niederlassungen in Belgien, Holland, Spanien und Südamerika gegründet.

Die deutsche Provinz

Schon im 19. Jahrhundert waren auch zahlreiche deutsche Frauen und Männer in die Gemeinschaft eingetreten, um in den Missionsgebieten zu wirken. Der Bischof von Pater Damian auf Hawaii und auch sein Gefährte in den letzten Lebensmonaten waren Deutsche.

Doch aufgrund des "Kulturkampfes" (zwischen der katholischen Kirche und Preußen bzw. der Reichsregierung 1870-78) und der damals erlassenen Gesetze konnte man in Deutschland selbst kein Haus gründen. Erst 1919 wurde die erste Niederlassung in Deutschland gegründet. Die Patres übernahmen die Gebäude der ehemaligen Prämonstratenserabtei Arnstein an der Lahn (Bistum Limburg) und errichteten dort einen Wallfahrtsort zum Heiligsten Herzen Jesu. 1920 wurde die deutsche Provinz gegründet.

Die Ordensgemeinschaft heute

Heute leben und arbeiten ungefähr 500 Schwestern und 800 Brüder in 25 Ländern. Die Ordensgemeinschaft hat Niederlassungen in fast allen Staaten Westeuropas, Nord- und Südamerikas sowie in Afrika (Mosambik, Kongo), Asien (Indien, Indonesien, Japan, Philippinen) und im Pazifik (Cook-Inseln, Tahiti, Hawaii, Neuseeland). Das Generalat ist in Rom. In Deutschland leben und wirken ca. 50 Patres und Brüder. Dazu gehören ca. 10 Mitglieder der polnischen Provinz, die seit 1979 in der Diözese Augsburg tätig sind. In Deutschland gibt es keine Niederlassung des Schwesternzweiges.

März 2017

Festtag des hl. Pater Damian – 10.05. 2017

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März 2017

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