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Eustaquio van Lieshout

Nicht nur die seelischen Nöte behandeln

P. Eustáquio gehörte zu den ersten und bekanntesten Brasilienmissionaren der Gemeinschaft von den Heiligsten Herzen (SSCC).

Er wurde 1890 in den Niederlanden geboren; nach der Lateinschule in Gemert besuchte er ab 1905 die höhere Schule der Picpus-Patres in Grave. Schon seit frühester Kindheit wollte er Priester werden. Besonderen Eindruck hatte auf ihn der bekannte Südsee- und Aussätzigenmissionar der Kongregation, Damian de Veuster, gemacht. 1913 begann van Lieshout sein Noviziat im belgischen Tremolo. Seine Erste Profess legte er 1915 ab. Nach den ordensüblichen Studien wurde er 1919 zum Priester geweiht. Nach seiner Priesterweihe war er zunächst in der Seelsorge tätig, von 1919 bis 1920 in Vierlingsbeek und von 1920 bis 1925 in Bavel.

1925 nahm die niederländische Provinz die Mission in Brasilien auf, an der sich P. van Lieshout als einer der ersten beteiligte. Er wurde so zu einem der Gründerväter der brasilianischen Provinz. Wie schon in seiner niederländischen Heimat, so arbeitete er auch in Brasilien in der Pfarrseelsorge. Seine erste Station war Água Suja. 1934 wurde er nach Poá versetzt. P. Eustáquio kümmerte sich nicht nur um die seelischen Nöte der Menschen, er bot ihnen auch eine medizinische Grundversorgung an. In diesem Zusammenhang erwarb er sich einen Ruf als "Wunderheiler".

Die Menschen kamen in einem solchen Andrang zu ihm, dass er 1941 unter dem Namen "P. José" nach Rio de Janeiro ging. Aber auch hier wurde er aufgespürt. Es folgten weitere Versetzungen nach Patrocinio und nach Belo Horizonte, doch der Strom der hilfesuchenden Menschen riss nicht ab. P. Eustáquio starb am 30.8.1943 an den Folgen eines Insektenstiches. Nach seinem Tod setzte eine große Verehrung seines Grabes ein.  Er wurde am Fronleichnamsfest, dem 15. Juni 2006 in Belo Horizonte selig gesprochen. Sein liturgischer Gedenktag ist an seinem Todestag, am 30. August.