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24. Sonntag (17. September 2017)

Machen wir den ersten Schritt. Franziskus in Kolumbien, 6. – 10. September 2017
Machen wir den ersten Schritt. Franziskus in Kolumbien, 6. – 10. September 2017

In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Evangelium nach Matthäus (18, 21 ff)

Papst Franziskus war vom 6. bis zum 10. September in Kolumbien. Er hat also ein Land besucht in dem seit 50 Jahren Bürgerkrieg herrschte und in dem im vergangenen Jahr die Friedensbemühungen verschiedener Kräfte erfolgreich zu sein schienen. Als aber die Regierung des Staatspräsidenten Santos die erreichten Übereinkünfte zwischen den Kriegsparteien vom kolumbianischen Volk in einer Volksabstimmung bestätigen lassen wollte, gab es am 2. Oktober 2016 eine hauchdünne Mehrheit (50,2 %) für das „nein“. Der Schmerz war zu groß, das erlittene Unrecht, die Angst und die Gewalt, der allgegenwärtige Tod waren noch zu lebendig, als dass man von ganzem Herzen hätte „ja“ sagen können zu einem Frieden, nach dem man sich doch so sehr sehnt. (Als ich vor knapp 4 Jahren in Kolumbien war, stand entlang der Autobahn alle 200 m ein bewaffneter Soldat, in dem Tagungshaus, in dem wir 4 Wochen wohnten, gab es bewaffnete Nachtwächter mit Hunden).
Franziskus war in Kolumbien, um das kolumbianische Volk zu begleiten in seiner Sehnsucht nach Frieden, in seinen Bemühungen realistisch nach gangbaren Wegen zu einer Versöhnung zu suchen. Er war gekommen um denen zuzuhören, die von ihrem Leid erzählten, und auch denen, die ihre Gewalttaten eingestanden und um Vergebung baten. Franziskus war gekommen um Mut zu machen bei dem Versuch den ersten Schritt zu tun hin zur Vergebung, zur Versöhnung.  

Martin Königstein SSCC


Aus Predigten des Papstes in diesen Tagen in Kolumbien


„Ich danke euch vier, die ihr bereit wart, im Namen sehr vieler anderer euer Zeugnis zu geben. Wie gut tut es uns, – es scheint egoistisch –, aber wie gut tut es uns, euren Geschichten zuzuhören! Ich bin tief bewegt. Es sind Geschichten von Leid und Bitterkeit, aber auch und vor allem Geschichten von Liebe und Vergebung, die uns vom Leben und der Hoffnung erzählen und davon, nicht zuzulassen, dass sich Hass, Rachsucht und Schmerz unseres Herzens bemächtigen. Die letzte Weissagung von Psalm 85 lautet: »Es begegnen einander Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich« (v. 11) und folgt auf die Danksagung und die flehentliche Bitte an Gott: Erneuere uns! Danke, Herr, für das Zeugnis derer, die Schmerz zugefügt haben und um Verzeihung bitten, und für das Zeugnis derer, die ungerechterweise leiden mussten und verzeihen. Dies ist nur mit deiner Hilfe und deiner Gegenwart möglich … und es ist bereits ein gewaltiges Zeichen dafür, dass du den Frieden und die Eintracht in diesem Land Kolumbien wiederaufbauen willst.“
Papst Franziskus, am 8. September 2017, bei einem Wortgottesdienst in Villavicencio, Kolumbien.


„Versöhnung ist nicht ein Wort, das wir abstrakt auffassen müssten; wenn dem so wäre, würde sie nur Sterilität bringen, würde zu größerer Distanz führen. Sich versöhnen heißt, allen und jedem Menschen, welche das Drama des Konflikts erlebt haben, eine Tür zu öffnen. Wenn die Opfer die verständliche Versuchung zur Rache überwinden, wenn sie diese verständliche Versuchung zur Rache besiegen, werden sie zu den glaubwürdigsten Vertretern der Prozesse zum Aufbau des Friedens. Es ist nötig, dass einige den Mut fassen, den ersten Schritt in diese Richtung zu tun, ohne darauf zu warten, dass die anderen es tun. Es genügt ein guter Mensch, damit es Hoffnung gibt! Vergesst es nicht: Es reicht ein guter Mensch, und es gibt Hoffnung! Und ein jeder von uns kann dieser Mensch sein! Dies bedeutet nicht, Unterschiede und Konflikte zu verkennen oder zu verschleiern. Es bedeutet nicht, persönliche oder strukturelle Ungerechtigkeiten zu legitimieren. Der Rückgriff auf die konkrete Versöhnung darf nicht dazu dienen, sich Situationen der Ungerechtigkeit zu fügen. Vielmehr ist sie, wie der heilige Johannes Paul II. lehrte, »eine Übereinkunft zwischen Brüdern, die bereit sind, die Versuchungen des Egoismus zu überwinden und das Streben nach Pseudogerechtigkeit aufzugeben; sie ist die Frucht entschlossener, edler und großzügiger Empfindungen, die dazu anleiten, eine Übereinkunft zu erzielen, die sich auf die Anerkennung jedes einzelnen Menschen sowie auf die Werte der zivilen Gesellschaft gründet« (Brief an die Bischöfe von El Salvador, 6. August 1982). Die Versöhnung konkretisiert und verfestigt sich demnach durch den Beitrag aller, sie ermöglicht, die Zukunft aufzubauen und Hoffnung wachsen zu lassen. Jede Friedensbemühung ohne eine ehrliche Verpflichtung zur Versöhnung wird immer scheitern.“
Papst Franziskus, am 8. September 2017, bei der hl. Messe in Villavicencio, Kolumbien.

Herzlich willkommen!

Falls Sie mit unserem Namen noch nicht viel anfangen können:

"Arnsteiner Patres" heißen wir in Deutschland nach dem bekannten Kloster Arnstein bei Obernhof und Nassau an der Lahn. International sind wir gelegentlich auch als "Picpus" bekannt, nach der Straße unseres ehemaligen Mutterhauses in Paris.

Der vollständige Name unserer Gemeinschaft ist "Ordensgemeinschaft von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariens und der ewigen Anbetung des Allerheiligsten Altarsakramentes", unser offizielles Kürzel SSCC [mehr dazu ...].

 

 



 

 

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