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Citykirche-Newsletter Januar 2021

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Angebote – Veranstaltungen – Gottesdienste

in der Citykirche am Jesuitenplatz

Das Leben in Zeiten von Corona-Virus

Es ist schon ein paar Jahre her, da hatten wir in der Citykirche am Jesuitenplatz Besuch von zwei jungen Menschen. Sie erzählten einem zahlreichen Publikum von dem, was sie auf einem langen Pilgerweg von Koblenz nach Jerusalem, von Jerusalem nach Rom, von Rom nach Santiago de Compostela und von dort zurück nach Koblenz erlebt hatten.

An die Details der Erzählung erinnere ich mich nicht mehr, nur ein Satz hat sich mir eingeprägt. Die junge Frau sagte: „Auf dem Pilgerweg haben wir gelernt zu bitten und zu danken.“

In der Tat, das Bitten und das Danken gehören nicht mehr zu den hervorstechenden Merkmalen unserer heutigen Kultur. Wir bestellen, wir fordern an, wir ordern, wir zahlen, wir checken ein und checken aus. Da bleibt fürs Bitten und Danken nicht viel Platz. Dabei laufen wir Gefahr, etwas ganz Wesentliches im menschlichen Dasein zu verlieren: Das Wichtigste im Leben kann man nicht bestellen oder einfordern. Das Wichtigste wird uns geschenkt. Wie könnte ich Freundschaft, Zuneigung, Verständnis oder Liebe einfordern? Zum Geschenk werden sie, wenn ich sie dankbar annehme.

Weihnachten ist das Fest der Geschenke. Unter dem Baum lagen sicher auch dieses Mal schön eingepackte Gaben für jede und jeden in der Familie und vielleicht auch noch für einen Obdachlosen oder eine Geflüchtete. Diese Geschenke sind Ausdruck der Wertschätzung, der Zuneigung, der Dankbarkeit … und sind auch Erinnerungshilfen, damit wir nicht vergessen, dass Gott selbst sich uns schenkt in diesem Kind in der Krippe und in so vielen Begegnungen und Ereignissen unseres Alltags.

Wir erleben gerade ganz ungewöhnliche Zeitumstände. Corona macht sich bemerkbar in allen Lebensbereichen. Das kann Stress, Gereiztheit, Müdigkeit, aber auch Angst um die wirtschaftliche Zukunft, Verunsicherung in Menschen hervorrufen und in dem einen oder der anderen kann es auch den Gedanken an den eigenen Tod aufkommen lassen. Der Lockdown wurde bis Ende Januar in noch einmal verschärfter Form verlängert.

Wir lernen gerade neu, dass wir aufeinander angewiesen sind. Kein Mensch, keine Gruppe kann allein bestehen und die Herausforderungen, die uns das Leben auf verschiedene Weise stellt, allein bewältigen. Wir werden uns neu unserer gegenseitigen Verwiesenheit bewusst, und die kann sich, im besten Fall, ausdrücken im Bitten und Danken.

Die Entschleunigung, die uns von Corona aufgezwungen wird, gibt Zeit und Gelegenheit bei sich selbst zu sein. Sich selbst zu Hause anzutreffen, Gelegenheit zu haben für vieles, das meistens zu kurz kam. Die von Corona auferlegte Entschleunigung erlaubt mir still auf meinem Zimmer zu sitzen, mich den Gedanken zu stellen, die da in mir hoch kommen, was gar nicht so selten auch bedeuten kann mich selbst auszuhalten. Diese Kontemplationsübung erlaubt mir Dinge in meinem Leben neu zu verstehen und vielleicht neu zu ordnen und auch neu zu werten und vielleicht auch, mit einem gewissen Abstand, dankbar zu betrachten. Das war es wohl, was Lukas in seinem Evangelium so ausdrückt: “Maria aber hielt all diese Worte verwahrt und fügte sie in ihrem Herzen zusammen.“ (Lk 2, 19)

Vielleicht ist die uns von Corona auferlegte Entschleunigung eine Gelegenheit das, was wir im Herzen verwahrt haben, neu und (wenn möglich) dankbar zu betrachten und zusammenzufügen.
Das Leitungsteam der Citykirche und die Arnsteiner Patres am Jesuitenplatz wünschen Ihnen in diesem Jahr Gottes besonderen Schutz und seinen Segen.

Martin Königstein sscc

 

Gebetszeiten und Veranstaltungen in der Citykirche:

    • Das Morgenlob (Laudes) beten wir täglich um 7:30 Uhr.
    • Die Eucharistiefeier ist wie immer um 12:00 Uhr, sonntags um 19:00 Uhr
    • Das stille Abendgebet (Anbetung) findet statt täglich um 17:30 Uhr.

Diese Gebetszeiten sind nicht öffentlich, sondern finden statt in der Wohnung der Arnsteiner Patres.

    • Gesprächs- und Beichtseelsorge
Dienstag bis Samstag 09:30 Uhr – 11:30 Uhr und Dienstag bis Freitag 15:00 – 17:00 Uhr (in der Sakristei)

    • Gesprächsseelsorge mit Seelsorgerinnen des Dekanats, montags 15:00 bis 17:00 Uhr.

    • Die Offene Tür – bleibt vorläufig geschlossen.

Die Stilleübung donnerstags, der Rollenwechsel – Filmabende, das Herzensgebet samstags – das Friedensgebet montags sind bis zum 31. Januar abgesagt.

Information zum Taizé-Gebet bei Pastoralreferentin,
Frau Kramer-Lautemann = ulrike.kramer-lautemann@bgv-trier.de