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Neueste Nachrichten

Citykirche-Newsletter April 2020

Angebote - Veranstaltungen - Gottesdienste
in der Citykirche am Jesuitenplatz

 

Corona-Virus-Welle

Es ist erstaunlich wie das Virus in wenigen Tagen weite Bereiche unseres Lebens verändert hat. Vieles aus der Vergangenheit scheint jetzt nicht mehr relevant und die Zukunft ist uns entzogen, wir haben im Moment kaum Möglichkeiten mit Sicherheit zu planen und nach unseren Vorstellungen Zukunft zu gestalten. Wir sind scheinbar eingeladen aufmerksam und wachsam im Hier und Jetzt zu leben. Entschleunigt, anwesend, betrachtend, mit dem Herzen sehend und die Herzen schauend.

Die meisten Bistümer in Deutschland haben bis Ende April alles abgesagt: Gottesdienste, Zusammenkünfte, Besprechungen, Einkehrtage, selbst die Feiern der Karwoche und an Ostern sind abgesagt. Das ist besonders schmerzlich und sicher einmalig in der gesamten 2000-jährigen Geschichte der Kirche. Selbst in Kriegszeiten haben sich Gemeinden, auch manchmal heimlich, getroffen um in der Feier des Todes und der Auferstehung Jesu die Hoffnung zu stärken und Kraft zu schöpfen, um dem Bösen zu widerstehen.  Das ist ein tiefer Einschnitt in das Leben der Glaubenden und wir können ratlos dastehen wie die Israeliten zu Beginn der babylonischen Gefangenschaft. Ich hoffe, dass der gute Gott uns, wie in Babylon, etwas Wichtiges zeigen und lehren will, mit dem, was wir jetzt erleben. „Siehe, nun mache ich etwas Neues. Schon sprießt es, merkt ihr es nicht?“ (Jesaja 43, 19) Die Einladung besteht darin aufmerksam zu sein auf das, was wir neu entdecken und lernen können in unserer Beziehung zu Gott, in der Gestaltung unseres gemeinsamen Lebens mit allen Mitmenschen und als Teil der Schöpfung.

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Am 24. März erreichte uns eine neue Dienstanweisung des Generalvikars von Trier, in der bisherige Punkte vertieft und zeitlich ausgedehnt werden:

  • Die Priester werden stellvertretend für die Gemeinde und Gläubigen die Eucharistie feiern, auch ohne Beteiligung der Gemeinde. (Nach dem Kirchenrecht ist die Corona-Krise ein gerechter Grund zur Nichtteilnahme am Gottesdienst auch an Sonn – und Feiertagen.)

Das bedeutet für die Citykirche und ihre Besucher:innen

  • Alle Gottesdienste (sonntags und werktags) sind bis zum 30. April 2020 abgesagt;
  • Alle Veranstaltungen sind bis zum 30. April 2020 abgesagt;
  • Der Dienst an der Offenen Tür ist bis zum 30. April abgesagt.
  • Zu den üblichen Zeiten der Gesprächs- und Beichtseelsorge, also Di – Sa 09:30 Uhr – 11:30 Uhr und Di – Fr 15:00 – 17:00 Uhr, wird ein:e Seelsorger:in  in der Kirche anwesend sein, zum Dienst für die Menschen, die eine seelsorgliche Zuwendung suchen.
  • Auch für die Kar – und Ostertage gilt, dass die Gemeinden sich nicht zur Feier von Gottesdiensten versammeln können.
  • Die Kommunität der Arnsteiner Patres wird zu den üblichen Gottesdienstzeiten (sonntags und werktags) in ihrem privaten Oratorium die heilige Eucharistie feiern mit der besonderen Absicht alle mit einzuschließen in die eucharistische Mahlgemeinschaft und das Gebet. Auch das Morgenlob und die Anbetung finden zu den gewohnten Zeiten statt. (Montag bis Samstag: Morgenlob 7:30 Uhr; Eucharistiefeier 12:00 Uhr, Anbetung 17:30 Uhr. Sonntag: Morgenlob 7:30 Uhr und Eucharistiefeier 19:00 Uhr).
  • Für Palmsonntag werden wir in der Eucharistiefeier am Samstag um 12:00 Uhr Palmzweige segnen, die dann ab 15:00 in der Citykirche bereitliegen damit Menschen, die dies wollen, sie mit nach Hause nehmen können.
  • Am Gründonnerstag feiert die Hausgemeinschaft der Arnsteiner Patres die hl. Eucharistie mit anschließender Anbetung um 19:00 Uhr.
  • Am Karfreitag gedenken wir um 15:00 Uhr des Leidens und Sterbens Jesu und so vieler Menschen zu allen Zeiten und an allen Orten, die als Opfer ihrer Mitmenschen gestorben sind. Niemand soll vergessen sein, niemand ist umsonst gestorben. Für alle soll sich eine Hoffnung auftuen.
  • Die Auferstehung feiert die Hausgemeinschaft der Arnsteiner Patres am Karsamstag um 21:00 Uhr. Während der Lichtfeier werden Osterkerzen gesegnet, die ab Sonntagmorgen in der Citykirche bereitstehen, um mit nach Hause genommen zu werden.

Wir laden dazu ein, dass wer zu einem Gottesdienst, zu einer Gebetszeit oder einer besonderen Übung in die Citykirche kommen wollte, zu Hause bleibt, sich aber vielleicht dort eine Zeit für Stille und Gebet nimmt und so ganz bewusst sich in diese große Gemeinschaft der Hoffenden eingliedert. Das ist ein Dienst am Allgemeinwohl, eine erweiterte Form Solidarität zu üben und zu leben.

Weltweites Gebet mit Papst Franziskus

Aufruf des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz zur Teilnahme

Papst Franziskus hat für kommenden Freitag, 27. März 2020, um 18.00 Uhr zu einem weltweiten Gebet im Zeichen der Corona-Pandemie aufgerufen. Bereits am vergangenen Sonntag (22. März 2020) hatte er dazu eingeladen, sich mit ihm im Gebet zu verbinden.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing (Limburg), ruft die Gläubigen der katholischen Kirche in Deutschland auf, sich an diesem Gebet zu beteiligen: „Es ist eine gute Gelegenheit, sich als Universalkirche mit dem Heiligen Vater vereint zu wissen und in dieser schweren, leidgeprüften Zeit das gemeinsame Gebet zu suchen.“ Die Einladung von Papst Franziskus zeige, wie sehr es ihm ein Anliegen sei, Kirche als betende Weltgemeinschaft in einer solchen Krise zu erfahren. „Ich lade dazu ein, am kommenden Freitag um 18.00 Uhr mitzubeten, jede und jeder auf eigene Weise. Lassen wir so eine sichtbare Gebetskette entstehen, die Hoffnung vermittelt.

Papst Franziskus wird zum Abschluss des Gebetes auf dem Petersplatz in Rom den Segen „Urbi et Orbi“ spenden.

Hinweise:  Das Gebet wird live über Vatican News übertragen. Auf der Themenseite Coronavirus – zur aktuellen Situation wird fortlaufend aktualisiert, welches Medium das Gebet ebenfalls übertragen wird. Auch sind dort unter anderem Links zu den Maßnahmen aller (Erz-)Bistümer, Hinweise auf Gottesdienstangebote im Internet und Gebetsvorschläge des Deutschen Liturgischen Instituts verfügbar.