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August 2012

Flut-Situation in Manila

St. Damian Center

P. Harald Adler sandte E-Mail zur Flut-Situation auf den Philippinen

Auch in Deutschland ist ja ueber die Ueberschwemmungen in Manila berichtet worden. Da werden sich manche von Euch fragen, wie es denn mir und unserer Pfarrei in Bagong Silang geht. BS hat den Vorteil, dass es um Einiges hoeher liegt als andere Teile von Metro-Manila,  wo haeufig bei heftigem Regen die Fahrzeuge sich durchs Wasser pfluegen muessen und in Extremfaellen wie dem Dauerregen der letzten Wochen ganze Stadtteile (diesmal die Haelfte der 12Millionen-Stadt) sich in eine Seeenlandschaft verwandeln. In BS fliesst das Wasser sofort  ab, und die meisten Bewohner sind in ihren Haeusern sicher.

Gefaehrlich aber wird es fuer die Leute, die am Kriek wohnen, einem Flussbett, das in den Sommermonaten zu einem Rinnsal austrocknet, bei Monsunregen und Taifunstuermen aber anschwillt zu einem reissenden Strom. In der vergangenen Woche stieg das Wasser um 6 und mehr Meter und spuelte viele der Bambus- und Wellblechhuetten am Abhang hinweg. Etwa 100 Familien von Phase 10 (mehr oder weniger identisch mit unserer Pfarrei – BS insgesamt hat 12 Phases und ca eine Million Einwohner) mussten fuer ein paar Tage in eine nahegelegene Schule evakuiert werden. In der Zeit konnten wir die “Gestrandeten” mit Mahlzeiten und warmen Getraenken versorgen, die in der Kueche unseres neuen SAN DAMIAN CENTER’s zubereitet wurden. Inzwischen ist der Wasserpegel des Krieks um einige Meter gefallen. Vor einer Stunde war ich noch dort und habe mit den Leuten gesprochen, die schon wieder versuchen, ihre “Shanties” aufzubauen. Zugleich fuerchten sie, dass die Flut wieder ansteigt, weil fuer die Nacht und fuer Morgen weitere Regenschauer angekuendigt sind.

Wie gefaehrlich die reissenden Fluten sein koennen, zeigen die vier Todesfaelle allein in unserer Pfarrei: ein junger Mann wurde am Kriek-Rand von einem umfallenden Pfahl erschlagen. Ein Halbwuechsiger versuchte zu fischen, ein zweiter wollte seinen Abfalleimer nicht den Fluten ueberlassen – beide wurden von den Wassermassen fortgerissen. Und dasselbe passierte einem Erwachsenen, der ein Stueck vom Blechdach seiner Huette retten wollte. Er stuerzte in den Kriek und niemand konnte ihn retten.

Wie wird es weitergehen?  Viele von den betroffenen Familien werden wir fuer einige Zeit mit Nahrungsmitteln versorgen muessen. Einige werden die Chance erhalten in unser housing project  (“Haeusle baue”) aufgenommen zu werden, weil die Versicherungsfirma, die den Hausbau sponsert, die Foerderung auf insgesamt 50 Haeuser erhoeht hat. Mehr und mehr entwickelt sich sich die nichtstaatliche Organisation GAWAD KALINGA (“Fuersorge gewaehren”) zu einer Bewegung, die viele junge Filipinos (und auslaendische Freiwillige!)  und mehr und mehr auch wirtschaftliche und berufliche Verbaende dafuer begeistert,  sich fuer die Aermsten und fuer das Allgemeinwohl einzusetzen.








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