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September 2015

Zehn Jahre deutsch-kosovarische Begegnungstreffen

1/3 Bild der Peja-Reise

2/3 Bild der Peja-Reise

3/3 Bild der Peja-Reise

Seit dem Weltjugendtag 2005 findet mindestens einmal im Jahr ein Jugendaustausch zwischen den katholischen Pfarrgemeinden aus der Stadt Peja im Kosovo und Lahnstein statt. 10 Jahre besteht inzwischen diese Brücke aus Freundschaft, Solidarität mit den Benachteiligten und Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft im Haus Europa.

Aus diesem Grund reisten 13 Jugendliche und Erwachsene vom 18. bis zum 30. August zum Gegenbesuch nach Peja, nachdem bereits zu Ostern eine Gruppe aus Peja in Lahnstein zu Gast war.
Für die Stadtranderholung der Kinder hatten die Lahnsteiner einen Friedenstanz im Gepäck, der von jung und alt gerne mit ihnen eingeübt wurde.

Es gab ein buntes, unterhaltsames und interessantes Besuchsprogramm. In Prishtina, der Hauptstadt Kosovos, traf die Besuchergruppe Bischof Doda Gjergji, der die Bedeutung der Jugendbegegnungen zwischen kosovarischen und deutschen Jugendlichen für die Versöhnungsarbeit unterstrich. Er machte darauf aufmerksam, dass Versöhnung insbesondere zwischen serbisch- und albanischstämmiger Bevölkerung - gerade auch angesichts neuer nationalistischer und fundamentalistischer Bedrohungen - ein großes Thema für das Kosovo ist.

Ein Mönch aus dem serbisch-orthodoxen Kloster Decan bestärkte die Lahnsteiner in der Hoffnung, dass Nächstenliebe und Solidarität Wege sind, Frieden zu säen. Dies umso mehr, wenn Verletzungen sehr tief sitzen und somit die Suche nach dem wahren Frieden besonders schwierig ist.

Mehrfach wurde - neben den beiden Sonntagsgottesdiensten in der Gemeinde - bei den Schwestern von Mutter Theresa gemeinsam Gottesdienst gefeiert. Die Schwestern pflegen in ihrem Haus schwer behinderte und traumatisierte Frauen. So waren die Gottesdienste für die Besuchergruppe auch immer wieder ein Moment geistlicher Stärkung im Einsatz für Freundschaft und Solidarität mit den Armen.

Auch bei den Vinzentinerinnen waren die nationalistischen und fundamentalistischen Bestrebungen im Kosovo Thema. Sie wiesen darauf hin, dass Jugendbegegnungen als Teil der Friedensarbeit und die spirituelle Präsenz einen dauerhaften Platz im Kosovo bräuchten, um diesen Bestrebungen etwas entgegen zu setzen.

Insgesamt zeigte der Besuch erneut, welche Kraft Freundschaft und Solidarität mit den Benachteiligten schafft, um den Willen zum Frieden zu fördern.



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