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Nachrichten-Volltext

Oktober 2015

Nachruf Georg Müller SSCC

„Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen.“
Römerbrief 5,5
Wahlspruch zur Bischofsweihe

 

Georg Müller wurde am 7. Juni 1951 in Volkesfeld in Deutschland geboren. Er besuchte das Gymnasium der Arnsteiner Patres (SSCC) in Lahnstein am Rhein und entschied sich 1971 für das Ordensleben und trat in die Ge-meinschaft von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariä (SSCC) ein. Die klös-terliche und theologische Ausbildung absolvierte er in der ordenseigenen Hochschule in Simpelveld (Niederlande). Dort wurde er auch 1978 zum Priester geweiht. Früh reifte in ihm der Wunsch, der Kirche Norwegens zu dienen, und dieser Wunsch wurde von den dort arbeitenden Mitbrüdern intensiv gefördert. Wissenschaftlich bereitete er sich für diesen Einsatz durch ein theologisches Zusatzstudium vor, das er 1981 mit dem Lizentiat an der Universität Münster abschloss.


Im gleichen Jahr wurde sein Wunsch Wirklichkeit und folgte dem Ruf nach Trondheim in Mittelnorwegen. Pater Georg Müller begann als Kaplan in der dortigen St. Olavs-Gemeinde. Er kam in eine Zeit großer Veränderun-gen. Bischof Gerhard Schwenzer, der 1983 Bischof von Oslo und zugleich Administrator von Trondheim wurde, nahm Georg früh in die Verantwor-tung und ernannte ihn 1984 zum Generalvikar des Stiftes Trondheim. 1987 wurde er Pfarrer der St. Olavs-Gemeinde; 1988 wurde er als Apostolischen Administrator von Trondheim eingesetzt. Herausragende Ereignisse waren 1989 der Besuch von Papst Johannes Paul II in Trondheim und 1993 die Festlichkeiten, die daran erinnerten, dass 150 Jahre zuvor – also im Jahre 1843 – der katholische Kirche wieder offiziell erlaubt wurde, in Norwegen als Glaubensgemeinschaft zu wirken. Am 28. 07.1997 wurde Georg Müller zum Bischof von Trondheim geweiht. Er führte das Stift in einer Zeit enor-men Wachstums. Einwanderer und Flüchtlinge aus vielen Länder kamen ins Land, und die Zahl der Katholiken stieg beträchtlich. Ein Herzensanliegen war ihm die Ansiedlung neuer Ordensleute im Bistum. Die traditionellen Schwesternorden hatten sich aus Nachwuchsmangel zurückgezogen. Er konnte Ordensgemeinschaften für neue Gründungen im Bistum Trondheim gewinnen: die St. Birgittaschwestern in Trondheim, die Zisterzienserinnen auf der Insel Tautra im Trondheimfjord und die philippinische Ordensge-meinschaft der „Missionary Sisters of the Holy Trinity“ in Molde. Die Gründung einer kleinen Kommunität französischer Zisterzienser in Munkeby hat er noch eingeleitet.


2009 folgte Bischof Georg Müller der Bitte des Vatikans und verzichtete auf sein Amt als Bischof von Trondheim. Als Bischof emeritus lebte er zunächst in unserem Generalat in Rom und seit 2012 in unserer Kommunität in Münster. Von dort aus pflegte er den Kontakt mit der Fokolarbewegung, der er seit seinem Studium in Einheit verbunden war.


Im Glauben an die Auferstehung trug er sein schweres Leiden mit Fassung und Geduld. Allen, die ihm in schweren Tagen solidarisch beigestanden haben, war er bis zuletzt dankbar verbunden. Er starb nach schwerer Krankheit am 25. Oktober 2015 in Münster. Wir bitten, des Verstorbenen in der Feier der Eucharistie und im Gebet zu gedenken.

 

Für die Skandinavische Bischofskonferenz
+ Czeslaw Kozon,
Bischof von Kopenhagen, Vorsitzender

Für die Ordensgemeinschaft SSCC
P. Heinz-Josef Catrein SSCC
Provinzialsuperior

Für die Familie
Familien Heribert und Matthias Müller

R.I.P.



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