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75. Todestag von P. Alfons Spix

Gedenkveranstaltung zum 75. Todestag von Pater Alfons Spix

  • Eröffnungsgottesdienst

  • Spix-Kelch

  • Eröffnungsgottesdienst

  • Predigt von Pater Heinz Josef Catrein SSCC

  • Eröffnungsgottesdienst

  • Begrüßung durch Stefan Diefenbach vor Kloster Arnstein

  • Begrüßung durch Stefan Diefenbach vor Kloster Arnstein

  • Die Gruppe vor den Mauern von Kloster Arnstein

  • Die Führung wird durch musikalische Einlagen begleitet

  • Die zweite Station vor dem Eingang zum Kloserladen

  • Grab von Pater Alfons Spix SSCC

  • Friedhof des Kloster Arnstein

  • Gedenken an Pater Alfons Spix SSCC an seinem Grab

  • Diskussions- und Gesprächsrunde im Speisesaal

  • Eine Aufmerksamkeit für die freiwilligen Organisatoren

  • Verabschiedung durch Pater Heinz Josef Catrein SSCC

Am 9. August 1942 starb Pater Alfons Spix an Hunger und Entkräftung in der Krankenbaracke des Konzentrationslagers Dachau. Er steht im Deutschen Martyrologium als Opfer des Naziterrors. Man kann diesen Tod als Mord qualifizieren, denn die Umstände, die zu seinem Tode führten, waren von der Leitung des Lagers beabsichtigt.


75 Jahre später, am 13. August, trafen sich etwa 50 Menschen in der Klosterkirche von Arnstein, um seiner zu gedenken. In Arnstein begann Pater Alphons schon sein Noviziat im Jahr 1919. Später war er dann Superior des Hauses und hier geschahen auch die „Vergehen“, die die Nationalsozialisten  ihm anlasteten: Er erlaubte polnischen Zwangsarbeitern die Teilnahme am Gottesdienst und gab diesen „Feinden des Reiches“ für den langen Heimweg nach Singhofen Kaffee und Brot.  Daraufhin wurde er verhaftet und von der Gestapo verwarnt. Die polnischen Zwangsarbeiter durften nicht mehr am Gottesdienst teilnehmen. Die Erlasse der Reichsregierung zu Kontakten mit Zwangsarbeitern waren unklar und widersprüchlich. Pater Spix wurde verhaftet, weil die Polen noch ein zweites Mal zum Gottesdienst nach Arnstein kamen. Nach kurzer Haft in Frankfurter Gefängnissen wurde er nach Dachau gebracht, wo er auf Grund der unmenschlichen Lebensbedingungen erkrankte und schnell verstarb.


Die Ordensgemeinschaft gedachte Pater Spix zunächst in der Sonntagsmesse, wobei der Kelch gebraucht wurde, den Pater  Alphons Spix 1924 von seiner Heimatgemeinde zur Primiz geschenkt bekam. Anschließend gingen wir auf den Spuren von Pater Alphons durch das Klostergelände. Stefan Diefenbach schrieb einst seine Diplomarbeit über Pater Alphons und in ihm hatten die Teilnehmenden einen sachkundigen Führer. Auf dem Vorplatz betrachteten wir den Weg, den die Polen zum Gottesdienst genommen hatte, ein Halt vor der Klosterpforte wurde benutzt, um die Umstände der Verhaftung zu schildern. Er verließ diese Pforte von der Gestapo eskortiert und kam nie mehr zurück. In der Kirche hörten wir über die Situation der Zwangsarbeiter, denen offiziell die Teilnahme an deutschen Gottesdiensten verboten wurde.

Die letzte Station war der Friedhof mit dem Grab von Pater Alphons. Man kann sicher sein, dass die Lagerleitung in Dachau sich nicht die  Mühe machte,  die Asche eines bestimmten  Verstorbenen  in die Urne zu füllen. Wir gehen davon aus, dass die Urne Asche aus dem Krematorium enthält und somit vom Leiden und Sterben vieler unbekannter Opfer berichtet.
Der Abschluss bildete ein Gespräch mit der Kirchenhistorikerin Frau Dr. Barbara Wieland, die ihre Doktorarbeit über das Zwangsarbeit und Kirche im Bistum Limburg während der Zeit des Nationalsozialismus geschrieben hat. Schautafeln zum Kirchenkampf und zur Situation von Zwangsarbeitern im Bistum gaben zusätzliche Informationen. Ein einfaches Mittagsmahl schloss den Tag ab, wobei die Verantwortlichen bangten, ob die Suppe reichen würde, denn es kamen weitaus mehr Menschen, als erwartet.


Als Provinzial danke ich Kerstin und Thomas Meinhardt, Stefan Diefenbach und Barbara Wieland für Ihren Einsatz. Nicht vergessen möchte ich die Organistin Frau Monika Klingelhöfer, sowie Esther Eckelt und Leon Smelty für die musikalische Gestaltung und dem Konvent Arnstein für die praktische Hilfe.

Pater Heinz Josef Catrein

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