Dem Geheimnis des Lebens auf der Spur

Exerzitienkurs an 2 Wochenenden

Bei und mit den Arnsteiner Patres in Werne an der Lippe

Der Begriff Mystik leitet sich ab vom griechischen mystikos, was geheimnisvoll und verborgen bedeutet. Dieser verborgenen göttlichen Wirklichkeit spürten Frauen und Männer aller Jahrhunderte nach. 

Herausragende Bedeutung in der Frauenmystik des Mittelalters haben die Schriften der drei Heiligen Frauen von Helfta erlangt. (13. Jahrhundert) 

Im 20. Jahrhundert können wir Madeleine Delbrêl (1904–1964) und Dag Hammarskjöld (1905–1961) nennen. Madeleine war Sozialarbeiterin in den Straßen eines Vorortes von Paris. Der Schwede Hammarskjöld war von 1953 bis zu seinem Tod 1961 Generalsekretär der UNO.

1.    Wochenende

Mechthild von Magdeburg, Gertrud von Helfta und Mechthild von Hackeborn ist im 13. Jahrhundert etwas gelungen, was die Kirche heute notwendig braucht. Sie sind den Spuren einer neuen Sprache gefolgt, die Gott in ihrer Zeit zu Wort kommen lässt. Sie haben Visionen entwickelt, die mitten in den Brüchen ihres Lebens tragfähig und zukunftsweisend sind. – 
In Auseinandersetzung mit Leben und Werk der Mystikerinnen von Helfta gehen wir deswegen am ersten Wochenende der Frage nach, was die Mystik von Helfta uns heute zu sagen hat.

2. Wochenende

Nach ihrer Bekehrung lebte Madeleine Delbrêl in Ivry, einer Arbeitervorstadt von Paris. Sie beschreibt ihre Erfahrung so:

„Wird uns diese Liebe, die in uns wohnt, nicht formen?
Herr, lass wenigstens diesen Körper kein Hindernis für dich sein. Geh durch. Meine Augen, meine Hände, mein Mund sind dein.
Diese traurige Frau mir gegenüber: Hier ist mein Mund, damit du ihr zulächelst. Dieses vor lauter Bleichsein fast graue Kind: Hier meine Augen, damit du es anschaust. Dieser so müde, so müde Mann: Hier ist mein Leib, damit du ihm meinen Platz gibst, meine Stimme, damit du ihm leise sagst: ‚Komm, setz dich!‘ Dieser so eingebildete, glatte Bursche: Hier ist mein Herz, dass du ihn damit liebst …"

Dag Hammarskjöld fand im bewegten Leben eines Toppolitikers immer wieder Zeiten, in denen er sagen konnte: 

Ich sinke und versinke in Dir.
Du überflutest mein Wesen.
Du nimmst von mir Besitz.
Ich lasse meinen Atem zu diesem Gebet der Hingabe werden. Mein Atem, mein Ein- und Ausatmen, ist Ausdruck meines ganzen Wesens. Ich tue es für Dich – mit Dir – in Dir.
Wir atmen miteinander …"

An diesem zweiten Wochenende wollen wir uns mit den Schriften von Madeleine Delbrêl und Dag Hammarskjölt beschäftigen und an beiden Wochenenden wollen wir üben:

Einübung ins Schweigen, in die Kontemplation oder das Herzensgebet.

Das kontemplative Gebet führt uns weg von den Zerstreuungen unseres Lebens, hin zu mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit für Gott, unsere Mitmenschen, für uns selbst und für die Schöpfung.  
 
 

Ort: Gästehaus der Arnsteiner Patres, Kardinal von Galen Str. 3, 59368 Werne an der Lippe

Termin
1. Wochenende Freitag 12. Juni 2020 (Ankunft ab 18:00 Uhr)  
  bis Sonntag 14. Juni nach dem Mittagessen  
2. Wochenende Freitag 25. September 2020 (Ankunft ab 18:00 Uhr)  
  bis Sonntag 27. September nach dem Mittagessen  

Es begleiten die Einkehrtage an beiden Wochenenden

Monika Kahm

Frau Ute Hänser

Pater Martin Königstein SSCC

 

Anmeldung bis eine Woche vorher bei Frau Ute Hänser

Tel.: 02389 970151

(von Montag bis Freitag, vormittags)

E-Mail: sekretariat.provinzialat@sscc.de

Für eine Spende zur Beteiligung an den Kosten sind wir dankbar.

Pdf der Ausschreibung zum Download