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Impuls zum 2. Sonntag im Jahreskreis

18. Januar 2026

Evangelium: Johannes 1,29–34

Obwohl es ja nur ein kurzer Text ist – gerade mal sechs Verse ist er lang, erzählt das Evangelium des heutigen Sonntags eine ganze Geschichte. „Ich kannte ihn nicht“ hören wir aus dem Mund Johannes des Täufers gleich zwei Mal. Und doch steht er am Ende dieses kurzen Textes das große Erkennen: Dieser ist der Sohn Gottes. Eine Geschichte vom Nicht-Kennen zum Erkennen, zur Erkenntnis wie in einem Zeitraffer. Und sein Erkennen, wer dieser Jesus ist, formuliert Johannes nicht unter Vorbehalt sondern als klares unumstößliches Statement: „Ja, gesehen habe ich, und so bin ich Zeuge geworden: Der ist der Sohn Gottes.“ So heißt es bei Fridolin Stier (1902–1981) in seiner sprachstarken Übersetzung des Neuen Testaments.

Offensichtlich hatte Johannes das göttliche Zeichen bei der Taufe verstanden: als er den Geist in Gestalt der Taube sah und die Worte aus dem Himmel hörte: Das ist mein geliebter Sohn. Das Erkennen bleibt nicht ohne Konsequenz: Johannes weist andere auf Jesus hin: „Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“

So kommen die ersten Jünger zu Jesus, so nimmt sein öffentliches Wirken seinen Lauf. Am ersten Sonntag nach dem Ende der Weihnachtszeit stehen das Bekenntnis und die Einladung des Johannes wie ein Programm über dem weiteren Kirchenjahr.

Das lädt uns immer neu ein, auf Jesus zu schauen, sein Wort zu hören, an seinem Tun Maß zu nehmen. Und, wenn uns der Mut noch nicht verlassen hat, unsere Stimme zu erheben für mehr Menschenfreundlichkeit, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit in unserer „Welt, die jeden Tag verrückter erscheint“ (wie P. Martin Königstein an dieser Stelle vor einer Woche geschrieben hat).

Peter Wegener


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