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Herbstlaub: © four seasons digitalstock.com

2. Adventsonntag – 4. Dezember 2022

Heute schon gelacht?

Dreiunddreißig mal zu lesen auf dem Stromverteilungskasten an der Straße vor dem Künstlerhaus Alt-Lietzow 12 hinter der Rückseite des Charlottenburger Rathauses ins Berlin, nur ein paar Schritte entfernt von der Herz Jesu-Kirche und dem alten Pfarrhaus, in dem wir – die Internationale Kommunität der Arnsteiner Patres in Berlin – wohnen.
Heute schon gelacht?  Already laught today?  Déjà ri aujourdh`hui?  Und die gleiche Frage in weiteren dreißig Sprachen … die meisten davon mir unbekannt, zum Teil in fremdartigen Hieroglyphen.

Warum nur fällt mir diese Frage ein, wenn ich im Evangelium des zweiten Adventsonntags 2022 mit der Gestalt Johannes des Täufers konfrontiert werde?
Matthäus, der Evangelist, beschreibt ihn als eine starke Persönlichkeit, einen Propheten, der die Menschen wachrütteln wollte, sie zur Umkehr und Buße ermahnte: selbstbewusst steht er da in seinem sonderlichen Gewand aus Kamelhaaren. Mit scharfen Worten weist er die Pharisäer und Sadduzäer zurecht, die sich einbilden, als Nachkommen Abrahams ein Anrecht auf Gottes Bevorzugung zu haben. Bereitschaft zu irgendwelcher Umkehr brachten sie nicht mit. Denn sie fühlten sich als die Nachkommen Abrahams als die Lieblinge Gottes und von daher von vornherein auserwählt und bevorzugt. „Ihr Schlangenbrut“, schleudert der Täufer diesen Selbstgerechten entgegen, „wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Zorngericht entrinnen könnt?“ So zertrümmert er die eingebildeten Glaubenssicherheiten seiner Zuhörer und macht ihnen klar: Jeder wird sich im Gericht Gottes verantworten und die Konsequenzen für sein Tun  tragen müssen.
Da gibt es nichts zu lachen! Oder?
Warum drängt sich mir dennoch der Gedanke auf, ich sollte diesem strengen Propheten Gottes eben diese Frage stellen: „Heute schon gelacht?“ Eine unangemessen freche Frage?
Ja, das denke ich auch. Trotzdem, ich möchte gar zu gerne wissen, ob der Täufer die innere Weite hatte, über die kleinkarierte Selbstgefälligkeit der Pharisäer herzhaft zu lachen oder wenigstens zu lächeln und wie er jetzt als Heiliger im Himmel auf die Welt und die Menschen herabschaut. Ein Wort von Mutter Teresa ist mir in dem Zusammenhang sympathisch: „If there is no smile, make a smile! – Falls kein Lächeln in Sicht ist, lächle selbst!“
In diesem Sinne, Glückwunsch an alle, die gerne und herzhaft lachen können, mit Humor auch über ihre eigenen Schwächen und Fehlleistungen. Und uns allen wünsche ich, dass wir von Herzen ein Lächeln verschenken können an viele Menschen, und das nicht nur in dieser Advents- und Weihnachtszeit.

Harald Adler SSCC

 

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Termin: Samstag, 9:00 bis 11:30 Uhr

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Leitung: P. Martin Königstein ss.cc.

Das kontemplative Gebet führt uns weg von den Zerstreuungen unseres Lebens, hin zu mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Eine Einladung, gemeinsam unter Anleitung einen ganzen Vormittag in Stille zu verweilen, zu sitzen und zu schweigen, in vier Einheiten à 25 Minuten.

Weitere Informationen:

Kontemplation und Herzensgebet