© Kerstin Meinhardt
Impuls zum 5. Sonntag im Jahreskreis
8. Februar 2026
Nicht versalzen – würzen! Nicht heimleuchten – leuchten! Mt 5,13–16
Jesus sagt:
Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt.
Wen meint er damit? Klar und eindeutig: dich und mich.
Mein Gott, Großes hast du mit uns vor! Salz der Erde und Licht der Welt nennst du uns. Was aber, wenn wir uns schal fühlen? Wenn wir unser Licht doch lieber unter den Scheffel stellen?
Das lässt du nicht gelten und sagst uns auf den Kopf zu: Wer du bist und was du hast, wird reichen, wenn du es einsetzt zum Würzen und zum Leuchten.
Wer etwas vom Leben haben will, muss ihm auch etwas geben. Trau dich! Du wirst gebraucht. Du. Genau du.
Eine kleine Prise Salz genügt, zu viel würde alles ungenießbar machen.
Ein kleines Licht genügt, zu viel würde blenden.
Ja, trau dich, denn ich liebe dich so, wie du bist. Ich liebe dich, ganz gleich wie du aussiehst, was du hast, was du kannst, welche Sprache oder Sprachen du auch sprichst, ob du klein bist oder groß, alt oder jung, arm oder reich. Aus meiner Liebe kannst du nicht herausfallen. Du und ich, wir gehören zusammen, sind auf du und du. Gemeinsam schaffen wir das. Also: Trau dich! Hab Mut!
Jesus sagt nicht:
Ihr SOLLT das Salz der Erde sein. Ihr SOLLT das Licht der Welt sein.
Gut so! Denn Jesus hat den Menschen das Leben nicht versalzen, indem er ihnen einen ausgetüftelten Moralkatalog vor die Nase gesetzt hat. Sie hatten es schon schwer genug.
An Ihm gilt es Maß zu nehmen, um Salz der Erde zu sein und Licht der Welt. Jesus hat Würze in das Leben der Menschen gebracht: Geschmack am Leben, Geschmack an Gott. Er hat sie ermutigt und befähigt, zuerst einmal sich selbst zu lieben, um dann das Leben, Gott und die Menschen lieben zu können. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Nicht: Liebe dich wie deinen Nächsten.
Jesus hat den Menschen nicht bissig oder überheblich heimgeleuchtet. Er hat ihnen gezeigt und gesagt, wie das geht: sich selbst und das Leben lieben. In Liebe und nicht mit moralisch erhobenem Zeigefinger hat er sie erfahren lassen, wie man das Leben und die Liebe gewinnt und nicht sterben lässt im Tatort Leben, der für unzählige Menschen oft unerträglich finster und mit Todesangst besetzt ist.
Wir sind eingeladen, darüber nachzudenken oder miteinander ins Gespräch zu kommen, was es bedeutet, dass wir in unserer ganz konkreten Lebenssituation im Sinne des Evangeliums Salz der Erde und Licht der Welt SIND: Hüter dieses Salzes, Hüter dieses Lichtes, Hüter des Geschmacks an Gott und am Leben.
Hans-Ulrich Willms SSCC

NEWSLETTER: BITTE ERNEUT ANMELDEN!
Leider funktioniert unsere Newsletter-Anmeldung nicht so, wie erhofft. Wir bitte alle, die am Bezug des Newsletters interessiert sind, sich nochmals anzumelden.
Bitte entschuldigen Sie diese Umstände.
Franz Koll SSCC ist verstorben
Die Arnsteiner Patres trauern um P. Franz Koll SSCC., der am Sonntag den 18. Januar verstorben ist.
Gedenkstele im Kloster Arnstein eingeweiht
Erinnerung an namentlich nicht bekannte, im KZ Dachau ermordete und kremierte Häftlinge
Geist von Arnstein lebt weiter – Begegnung, Orientierung, Hoffnung
Tag der Begegnung in Lommersum am 06. Juli 2025
»Weltweite Geschwisterlichkeit«: Eine weltfremde Vision?
Prof. Dr. Lars Castelucci und der Franziskaner Stefan Federbusch über die Enzyklika "Fratelli tutti"





