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Impuls zum 10. Sonntag im Jahreskreis

6. Juni 2021 – 1. Lesung: Gen 3,9–15

Der Platz des Menschen ist der Garten. Angesichts der blühenden Blumen und ihrer leuchtenden Farben möchte man dem in diesen frühsommerlichen Tagen gerne zustimmen. Der Garten, sei es der hinter dem eigenen Haus oder ein öffentlicher, ist ein Ort, an dem es sich leben lässt.

Der Platz des Menschen ist der Garten – dieser Satz geht noch über unser sommerliches Lebensgefühl hinaus. „Gott, der Herr, nahm den Menschen und gab ihm seinem Wohnsitz im Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte“, heißt es in der biblischen Erzählung vom Paradies.

Die erste Lesung am heutigen Sonntag schildert, was danach geschah. Adam und Eva haben verbotenerweise vom Baum der Erkenntnis gegessen und werden von Gott zur Rede gestellt. Die winden sich heraus: Adam gibt Eva die Schuld – und die verweist auf die Schlange… Am Ende schickt Gott die beiden aus dem Garten weg.

Dass unsere Stammeltern aus dem Garten vertrieben wurden, vergrößert den Reiz des Gartens nur noch. Und steigert die Sehnsucht nach einem so vollkommenen Ort zum Leben.

Und heute? Sind wir nicht dabei, Gottes Schöpfung durch unseren unmäßigen Lebenswandel erneut aufs Spiel zu setzen?

Und müssen wir uns in unserer Welt, in der Wirtschaftlichkeit allzu oft vor Menschlichkeit kommt, nicht wieder wie aus dem Garten Vertriebene fühlen?

Aber dürfen wir nicht auch, jetzt wo der Sommer beginnt, den Garten wenigstens für einen Moment wieder neu für uns entdecken?

Denn der Garten ist unser Ort – Gott hat ihn für uns geschaffen.

Impuls von Peter Wegener

Zur Zeit können geplante Termine nicht aufrecht erhalten werden, da niemand weiß wie sich die gesundheitliche Lage im Land und in der Welt entwickelt. Sobald es wieder möglich ist zu planen, stellen wir den Terminkalender neu ein.

Mit solidarischen und mutmachenden Grüßen - Arnsteiner Patres.